Interview mit Matthias Arp

Was wolltest Du früher einmal werden, und wer ist / war Dein Held / Vorbild?

Schon mit ca. 4 Jahren hab ich gerne den Drummer von Sweet imitiert, indem ich mit Kochlöffeln auf Sofas rumgehauen habe, es folgte die obligate Lockführer-/ Pilot-/ Astronaut-/Staubsaugervertreter-Phase, und dann hießen meine Idole Rory Gallagher, Angus Young, George Thorogood, später Joe Satriani, Steve Vai, Paul Gilbert... Gitarrenhelden eben. Heute mischen sich da ´ne Menge anderer Instrumentalisten, Sänger und vor allem auch Songwriter rein. Außermusikalisch gibt´s da auch noch so einige – und die wahren Helden (und Heldinnen!) meines Lebens finde ich in meiner Familie...

Deine erste von eigenem Geld gekaufte CD / Platte, und was war Dein erstes besuchtes Konzert?

Meine erste Schallfolie kam aus´m YPS-Heft und hieß „Meckie Spaghetti“, aber das war ja eher zufällig (war über Jahre hinweg der vermutlich treuste YPS-Leser im deutschsprachigen Raum!). Mein erstes bewusst gekauftes Album war „Highway to Hell“ von AC/DC – die Scheibe lag dann auch ca. 3 Jahre ununterbrochen auf dem Plattenteller und hat bis heute einen Platz in meinen Top 5 der Kategorie „Bestes und bestproduziertes Rockalbum aller Zeiten“ sicher! Mal von Lokalband-Auftritten abgesehen war mein erstes Großkonzert ebenfalls ein AC/DC-Gig in Hamburg.

Wie war Dein allererster Auftritt?

Mein erster Auftritt mit meiner Schulband auf der Geburtstagsparty einer Freundin war das totale Chaos – ich hatte in der Nacht vorher vor Aufregung kaum schlafen können, funktioniert hat da auch nicht viel, der Sound war mies und ich meine mich zu erinnern, dass wir als Band auch weit hinter unseren Fähigkeiten geblieben sind... aber was soll ich sagen: Das war uns ziemlich egal, wir hatten ´ne Menge Spaß...

Was war für Dich der schönste Publikumszwischenruf oder das schönste Fanerlebnis?

Da gibt es kein spezifisches Erlebnis – ich bin bei jedem Auftritt aufs Neue umgehauen, was für extrem geile Fans wir haben!

Was tust Du in den letzten 5 Minuten vorm Auftritt?

Mich noch 5 Minuten auf den Auftritt freuen...

Dein Bekannter fährt in den Urlaub und Du passt auf das Haustier auf. Nach zwei Tagen ist es tot – was tust Du?

Ich spiele ein Gitarrensolo, das schneller ist als das Licht und reise somit in der Zeit zurück, um mich dann schleunigst mit dem zu verenden drohenden Tier in die nächste Veterinär-Stroke-Unit zu begeben....

Deinen letzten Worte auf dieser Erde würden sein?

....einige berühmte letzte Worte:
Alexander Graham Bell: „So wenig getan, so viel zu tun.“
Francis Bacon: „Ich überlasse es anderen Nationen und dem nächsten Jahrhundert, ob man meiner noch gedenkt.“
Immanuel Kant: „Es ist gut.“
Jesus Christus: „Es ist vollbracht.“
Ich bemühe mich, bis zu diesem Moment alles gesagt und getan zu haben, was mir wichtig ist und wichtig sein wird. Und: In Hamburg sagt man Tschüß!